Was ist Osteopathie?

Osteopathie, sanfte Heilmethode für nachhaltige Gesundheit
Im Idealfall kommunizieren die Gewebe des menschlichen Körpers über ihre Bewegung harmonisch miteinander. Wird die Beweglichkeit einzelner Körperstrukturen wie Knochen, Muskeln, Sehnen oder Organe eingeschränkt, kann dies zu Störungen, Schmerzen, Beschwerden und Erkrankungen führen. Die lebensnotwendige Bewegungsfähigkeit und Harmonie des Körpers zu bewahren oder wiederherzustellen ist das Ziel der Osteopathie.

Begründet wurde die Osteopathie vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still gegen Ende des 19. Jahrhunderts. A.T. Still formulierte nach längerer Forschung seine für die heutige Osteopathie grundlegenden Einsichten über den Körper, über Gesundheit und Krankheit.

Osteopathie wird angewendet bei…..

  • Gelenkproblemen, Rückenschmerzen, Skoliosen, Beckenschiefständen,
  • Bandscheibenvorwölbungen oder -vorfällen, Schleudertraumen
  • Verdauungsstörungen
  • Narben oder Verwachsungen
  • Menstruationsbeschwerden, Myomen, Zysten
  • Inkontinenz, chronischen Blasenentzündungen
  • Organsenkungen
  • chronischen Entzündungen
  • Kopfschmerzen und Migräne, Tinnitus, Schwindel
  • Kiefergelenksproblemen und allen bissregulierenden Maßnahmen

 

Anwendungsbereich der Osteopathie für Babys-Kinder und Jugendliche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was leistet Kinderosteopthie  für Kinder?

 

Ein wesentliches Merkmal der Osteopathie ist, dass es vorbeugend wirkt, sie kann verhindern das aus kleinen Beschwerden größere Probleme werden.

 
Warum wirkt die Osteopathie vorbeugend?

 

Wenn eine langanhaltende oder schwerwiegende Funktionsstörung nicht behandelt wird kann daraus ein Schaden einer Struktur entstehen, wenn also Osteopathen Funktionsstörung behandeln, können sie mögliche Schäden der Strukturen des Körpers verhindern.

 
Warum können bei Babys und Kindern Funktionsstörungen auftreten? 

 

Zum einen bei der Geburt und zum andern bei Wachstum des Kindes.

 

 
Was passiert bei der Geburt?

 

Eine normale Geburt ist der natürlichste Vorgang der Welt aber für Mutter und Kind extrem anstrengend. Dabei wird das Kind mit hohem Druck durch den Geburtskanal gepresst und muss sich in Richtung Beckenausgang drehen um idealerweise  in Schädellage auf die Welt zu kommen. Anatomisch betrachtet ist das Kind mit seinem noch weichem formbaren Rumpf und elastischem Schädel hierfür bestens gerüstet, trotzdem kann eine normale Geburt Spuren in Form von Staungen oder Überstreckungen hinterlassen, daher empfehlt es sich ein neugeborenes vorsorglich auch osteopathisch Untersuchen zu lassen um mögliche geburtsbedingte Funktionsstörungen rechtzeitig zu erkennen und zu Behandeln. Auch das Wachstum selbst kann mit Funktionsstörungen einher gehen den die Veränderungen die ein Kind von der Geburt bis zu Pubertät durchläuft sind in Norm. Sie betreffen nicht nur Körper und Gewicht sondern unter anderem auch Funktion und Größe einzelner Organe, Sinneswahrnehmung, Verhalten, Intelligenz und Sprache. Deshalb ist ratsam so wie es bei Kinderärztlichen Vorsorge Untersuchungen geschieht, die einzelne Entwicklungsschritte des Kindes auch osteopathisch zu begleiten aber selbst wenn die Beschwerden bereits vorliegen kann die Osteopathie bei zahlreichen Indikationen wie z. B. Schiefhals, Dreimonatskolik aber auch Hyperaktivität und Skoliose zumindest begleitend Helfen.

 

 

 

Weitere Anwendungsgebiete:

Schreikindern und Dreimonatskoliken

Schiefhals

Schwindel

Koliken

Schädeldeformitäten

Gesichtsasymmetrien

Verstopfungen

Schlafstörungen

Kopfschmerzen/Bauchschmerzen

Zahn und Kieferfehlstellungen
Wachstumsschmerzen

Schlafprobleme

Entwicklungsverzögerungen /Probleme mit Sprache, Motorik, Koordination, Gleichgewicht

Verhaltensauffähligkeit wie Hyperaktivität (ADS) Zurückgezogenheit, Angst

Lern- und Konzentrationsprobleme

Infäktanfälligkeit

Atembeschwerden (Asthma, chron. Bronchitis

Haltungsschwäche

Skoliose
nach Unfällen (Sport, Autounfall, etc.)

 

Osteopathie: Zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Die Osteopathie ist prinzipiell kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen, weshalb jene die Kosten nicht übernehmen dürfen. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligen sich die Kassen allerdings trotzdem. Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen führen die Osteopathie als ergänzende Leistung und erstatten das Geld unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Kostenübernahme erfolgt entweder a) in Form einer begrenzten Anzahl an Behandlungen pro Jahr (ggf. zusätzlich prozentual limitiert) oder b) basierend auf einem budgetierten Gesundheitskonto. In einigen Fällen zahlen die Krankenkassen lediglich einen Bonus.

Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse in wie weit diese die Kosten übernimmt.

 

 

Osteopathie Koste pro Einheit 

50-60 Min =80 Euro 

     40 Min= 60 Euro 

30 Min = Kinder 45 Euro 

 

Leben ist Bewegung

Jede Zelle, jede Einheit des Körpers hat ihre eigene Bewegung. Die Gesamtbewegung eines Zellverbandes (z.B. eines Organs) ist das Aggregat der einzelnen Bewegungen. Der Osteopath erspürt diese Bewegungen, prüft sie auf Einschränkungen und korrigiert sie nötigenfalls mit gezielten, speziellen Techniken.

Einheit des Körpers

Körper, Geist, Seele und Umwelt sind integrierte Elemente des Systems Gesundheit. Nur eine Medizin, die diese Zusammenhänge berücksichtigt, kann nachhaltige und wirkungsvolle Unterstützung leisten.
Die Abwehrkräfte des Körpers stärken und nützen
Der Körper besitzt die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren, Störungen und Krankheiten zu erkennen und zu bekämpfen. Verliert der Körper diese Fähigkeiten, muss er wieder dazu gebracht werden, seine Selbstheilungskräfte einzusetzen. Die Osteopathie ist, wie andere Naturheilverfahren auch, eine sogenannte Regulationstherapie.

 

Struktur und Funktion

Die Osteopathie unterscheidet Körperstrukturen (z. B. Knochen, Organe, Nerven) und Körperfunktionen (Durchblutung, Verdauung etc.). Ein zerstörter hyaliner Knorpel im Kniegelenk z.B. wird unausweichlich die Funktion des Kniegelenkes stören (Arthralgie / Schmerz / Arthrose). Ebenso wird eine Fehlstellung des Kniegelenkes mit dauerhaft falscher Belastung zu einer Strukturveränderung (Knorpel / Knochen) führen. Die Osteopathie versucht, Struktur und Funktion in Einklang zu bringen.

Generelle osteopathische Einsatzbereiche

Die parietale Osteopathie hat den gesamten Bewegungsapparat im Fokus. Der sorgt für Zusammenhalt und Beweglichkeit des Körpers, besteht aus den Knochen, Bindegewebsstrukturen, Bändern, Sehnen und der Muskulatur. Störungen wie Muskel-Verspannungen, Gelenk-Blockaden oder Bindegewebsverklebungen behandelt der Osteopath mit speziellen Techniken, bewirkt so die Wiederherstellung der Beweglichkeit und physiologischen Funktionen, stärkt Wohlbefinden und Abwehrkräfte.

 

In der viszeralen Osteopathie werden die inneren Organe des Brust-, Bauch- und Beckenraums und ihre haltgebenden Strukturen behandelt. Die Organe haben eine spezifische Eigenbewegung, bewegen sich, z.B. bei jedem Atemzug auch natürlicherweise gegeneinander. Verklebungen oder Verwachsungen z.B. durch Haltungsmuster, Erkrankungen, Unfälle, aber auch emotionale Schocks können zu Bewegungseinschränkungen und damit zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Der Osteopath kann hier mit einfachen Techniken medikamentenfrei und verblüffend wirkungsvoll behandeln.

 

Die craniosakrale Osteopathie behandelt vorrangig den Schädel (Cranium), die Wirbelsäule, das Kreuzbein (Sakrum) und das Nervensystem. Störungen in diesen Bereichen werden mit sanften Techniken behoben, so dass die knöchernen, bindegewebigen, neuronalen und flüssigen Strukturen wieder ins Gleichgewicht kommen und die Harmonie von Körper, Geist und Seele wieder hergestellt wird. Die craniosakrale Osteopathie verbindet energetische und manuelle Techniken, das heißt, der Osteopath arbeitet auf der körperlichen Ebene wie auch im emotionalen Ausgleichsfeld des Patienten.

 

Die Fasziale Osteopathie behandelt die Bindegewebe. Durch Ertasten und Befunden der Fazienstrukturen und deren Bewegungsmöglichkeiten können mit speziellen Techniken die Selbstheilungskräfte aktiviert, Verklebungen gelöst und das körperlich-seelische Gleichgewicht wieder hergestellt werden.
Spezielle osteopathische Einsatzbereiche
Die Kinderosteopathie behandelt Störungen im kraniosakralen System bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie sind gerade bei dieser Zielgruppe besonders gut beeinflussbar. Der Osteopath kann z.B. Schädelasymmetrien durch Geburtstraumata wirkungsvoll behandeln und so spätere strukturelle oder auch funktionelle Dysfunktionen wie Skoliosen, Vedauungsstörungen oder gar Entwicklungsverzögerungen vermeiden helfen. Die Osteopathie fördert die gesunde Entwicklung des Kindes und ermöglicht auf sanfte Weise notwendige Korrekturen.
Jones-Techniken oder Positional Release Technik (PRT). Eine osteopathische Behandlungstechnik, die den Körper in die Position maximaler Entspannung bringt. Sie fördert die Durchblutung und den Abtransport der Schadstoffe über die Lymphe. PRT ist eine der effektivsten und zugleich sanftesten Behandlungsalternativen bei akuten und chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates.

Osteopathische Behandlung des Kiefergelenks (ATM). Cranio-Mandibuläre Dysfunktionen (CMD) nehmen in der Osteopathie eine Schlüsselrolle ein, z.B. als Ursache von Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen, Beckenschiefstand u.a. Ihre wirkungsvolle Behandlung steht im Mittelpunkt dieser spezifischen Osteopathie. Mit dem Wissen um wichtige Zusammenhänge zwischen Kiefer- und anderen Körperbereichen (beispielsweise Knieschmerzen) kann der Osteopath Beschwerden wirkungsvoll und nachhaltig behandeln.